
Ein schwieriges aber auch gutes Buch
Dieses Buch wird es schwer haben, weil es ein schwieriges Thema behandelt: Die Fremdheit und Entfremdung von Menschen, speziell zwischen Vater und Tochter. Das Abgleiten eines Menschen in einen Wahn, der Verlust der Bodenhaftung. Das Aufstauen von Ungesagtem und Missverständnissen, bis zur Explosion. Nun ja.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich mit dem Buch anfreunden konnte. Am Anfang war es einfach nur depressiv. Dann gefiel mir Sprache und Stil, es ist eben ein Buch von Pascal Mercier, ein gut geschriebenes Buch. Und irgendwann hat mich dann auch die Story gefesselt. Am Ende bleibt man nachdenklich, und kommt in Gedanken öfter noch auf Aspekte dieser Erzählung zurück.
Ich denke, es kommt bei diesem Buch sehr darauf an, dass man in der richtigen Stimmung ist. Entweder man hat ähnliches erlebt und ist deshalb interessiert. Oder man hat sonst nichts um die Ohren und kann sich deshalb auf die Sache einlassen. Hingegen sollte man das Buch meiden, wenn man Aufmunterung und Entspannung sucht oder gar braucht.
Kein wichtiges Buch, aber – so will ich es mal nennen – ein „richtiges“ Buch, nämlich richtig, um diese Thematik zu bearbeiten.
Bewertung: 3 von 5 Sternen.
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