
Leider nur ein mittelmäßiger Thriller
Diesmal leider nur ein mittelmäßiger Thriller von Tibor Rode. Noch dazu mit kleinem esoterischem Einschlag. Nein, es ist nicht gerade schlecht. Aber auch nicht wirklich gut. Insofern dann eben doch eher schlecht.
Gut ist wieder die Grundidee: Diesmal walzt Tibor Rode das Thema Schönheit aus. Bei „Das Los“ hatte das Auswalzen eines Themas ziemlich gut funktioniert. Diesmal blieb das Thema jedoch flach und ungreifbar. Es war einfach zuwenig Theorie und Geschichte dahinter. Und zuwenig Verbindung der Geschichte mit der Gegenwart.
Es gibt sogar einen unlogischen Aspekt, den eine gute Recherche verhindert hätte: Die Schönheit der Mona Lisa soll ein Werk des Teufels sein. Nun ist aber nach antiker Tradition das Schöne zugleich auch das Gute. Es passt einfach nicht.
Gut war die Idee mit der Neuroästhetik. Aber es wurde vieles nicht ausgeführt. Weder, dass für die Herstellung der Mona Lisa Mädchen sterben mussten (ähnlich wie in „Das Parfüm“; nur angedeutet), noch dass die Bilder für Neuroästhetiker sprechen können (am Ende behält die Protagonistin es für sich, und es folgt nichts aus den Botschaften der Bilder für die Handlung).
Bewertung: 3 von 5 Sternen.
(Erstveröffentlichung auf Amazon am 06. Oktober 2018)
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