Ästhetisch unakzeptabel: Enttäuschung von diesem Autor

Nachdem ich den „Ramses-Code“ vom selben Autor gelesen hatte, griff ich zum „Land der Wunder“. Ein Fehlgriff. Das Buch ist im Gossenstil der „Idiot“-Bücher geschrieben, offenbar, um ein breites Lesepublikum zu erreichen. Man muss auch solche Bücher einmal gelesen haben, um über unkultiviertes Denken und Empfinden unterrichtet zu sein – aber einmal reicht völlig.

Diesmal habe ich – was ich sehr selten tue – die Lektüre abgebrochen, und zwar an der Stelle, wo der Held der Geschichte besoffen auf der Toilette seiner Freundin einschlief und vom Nebenbuhler den Hintern abgewischt bekam, welcher tags darauf mit Freundin vor dem Erwachenden steht, in Unterhosen, den Geruch von Sperma u.a. verbreitend. Das ist es, was von diesem Buch bleibt, und das muss man sich nicht geben.

Nach kurzem Überfliegen des Endes (die Freundin und überzeugte Sozialistin wurde zur Prostituierten und stirbt an Krebs) war ich mit dem Buch fertig.

Bewertung: 1 von 5 Sternen.

(Erstveröffentlichung auf Amazon am 23. Mai 2015)