
Klischeehaft und ohne Berlin-Bezug
Das Buch „Fucking Berlin“ von Sonia Rossi ist leider nur ein typisches Milieu-Buch, das die üblichen Klischees ableiert. Die arme Studentin aus behütetem Hause, das schrittweise Abrutschen in die Prostitution, das den Übergang von moralisch zu unmoralisch kaschiert, der liebe, aber naive Freund, das völlig irrationale Verlieben in einen kiffenden Strichjungen, was einem Mädchen aus gutem Hause wohl eher selten passieren dürfte, die Abtreibung, das eigene Kind, die üblichen Freier-Archetypen usw. usf.
Dieses Buch könnte von vorne bis hinten eine einzige Erfindung nach Vorgabe sein. Aber vielleicht ist die Wirklichkeit in diesem Milieu ja tatsächlich eine Ansammlung von Klischees. Das Leben kann manchmal sehr banal sein. In diesem Sinne wäre es dann doch gut, dass dieses Buch geschrieben wurde.
Wie auch immer: Man sollte durchaus einmal ein Buch dieser Art gelesen haben, aber dieses eine Buch reicht dann fürs Leben. Mit Berlin hat die Story übrigens nicht allzu viel zu tun.
Bewertung: 3 von 5 Sternen.
Gelesen und rezensiert: Januar 2011.
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