
Ein dramatisches Epos um die isländischen Sagas
Philologie ist die Wissenschaft von den alten (Hand-)Schriften, in diesem Fall von den Urtexten der isländischen Sagas. Für gewöhnlich eine langweilige Wissenschaft, hier jedoch wird sie zum Thema eines dramatischen Epos: Die Jagd nach verschollenen Manuskripten, nach verlorenen Seiten, nach gestohlenen Werken. Ein Professor kämpft mit Beharrlichkeit einen Kampf mit den Schatten der Vergangenheit vor dem Hintergrund eines finsteren Geheimnisses, das sein Leben überschattet, das ihn den Helden der isländischen Sagas immer ähnlicher werden wird – bis zum finalen Opfer.
Man erfährt in diesem Buch einiges über die Bedeutung der Sagas, wie sie mit der isländischen Kultur zusammenhängen, und was das mit Dänemark und dem deutschem Germanen-Wahn (speziell Wagner) zu hat. Der Handlungsverlauf ist angenehm ruhig, die Sprache glänzt mit gediegener Einfachheit: Weder Krimi noch Vollblut-Thriller, sondern eine große Erzählung, und ein großes Drama um ein großes Thema!
Bewertung: 5 von 5 Sternen.
(Erstveröffentlichung auf Amazon am 20. Oktober 2013)
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